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Fischbestände
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Hoki (2 Arten)

gültig 06/2015-06/2016

Umriss der Fischart Macruronus spp.

Biologische Charakteristika

Die Gattung Macruronus spp. umfasst die in unterschiedlichen Gebieten vorkommenden Arten Macruronus novaezelandiae (Neuseeland und Süd-Australien) und M. magellanicus (südliches Südamerika). Möglicherweise handelt es sich um Synonyme einer Art, bezüglich des gültigen Namens variieren die Quellen jedoch. Im deutschen Sprachraum wird von Hoki oder auch Langschwanz-Seehecht, Neuseeländischem Seehecht oder Blauem Seehecht gesprochen. Der Hoki gehört zu den dorschartigen Fischen (Gadiformes). Die Tiere bilden Schwärme, leben vor allem in Bodennähe, wandern aber auch in mittlere Wasserkörper. Erwachsene Hokis werden meist in tieferem Wasser angetroffen (M. novaezelandiae tiefer als 400 m), Jungtiere eher in flacheren Bereichen, z.B. auch in Ästuaren. Hauptnahrung sind vor allem andere Fische, aber auch Tintenfische und kleine Krebse. [100] [229] [389] [390] [551]

Kennzahlen

  • Maxima:
    M. novaezelandiae/M. magellanicus Länge: bis 130/115 cm, Alter: bis 25/k.A. Jahre, Masse: bis 1,5/5 kg [229]
  • IUCN-Status:
    nicht bewertet (NE) [384] (Zugriff 06. April 2016)
    CITES-Status:
    nicht gelistet [3]
  • Widerstandsfähigkeit (resilience):
    niedrig (min. Populationsverdopplungszeit 4,4 - 14 Jahre) [229]
  • Fruchtbarkeit (fecundity):
    hoch (bis 1.000.000 Eier pro Weibchen)/k.A. [229]
  • Trophische Ebene:
    4,5 ± 0,2/3,9 ± 0,6 (Standardfehler) [229]

Verbreitung

M. novaezelandiae ist im Südwest-Pazifik um Neuseeland und an der Südküste Australiens verbreitet. Das Verbreitungsgebiet von M. magellanicus erstreckt sich um das südliche Südamerika, vor allem vor Chile und Argentinien. Hoki lebt auf dem Kontinentalschelf und dem Kontinentalabhang in Tiefen zwischen 30 und 500 m. [100] [229]

Aussehen

Der Hoki-Körper ist sehr langestreckt und läuft zur Schwanzspitze spitz zu. Die zweite Rückenflosse und die Analflosse laufen mit der Schwanzflosse zusammen und bilden einen durchgehenden Flossensaum. Der Rücken ist silbern mit violetter oder blau-grüner Tönung, der Bauch silbrig mit leichtem Blauschimmer gefärbt. [100] [229]

Wirtschaftliche Bedeutung

Hoki spielt vor allem auf dem asiatischen und US-amerikanischen Markt eine Rolle, aber auch in Deutschland werden Hoki-Erzeugnisse immer häufiger angeboten. Zurzeit ist er unter den 15 wichtigsten Fischarten in Deutschland. [13] [14]

Produktarten

Das schneeweiße, grätenfreie Hoki-Filet wird in Deutschland vor allem gefroren angeboten (mit und ohne Haut). [14]

Bestandsübersicht Hoki (2 Arten)

Marktdaten

2015 (vorl.): Neuseeländischer Seehecht (Hoki): Verbrauch in Deutschland: 1.895 t (2014: 2.943 t), Marktanteil: 0,2% [13] [14]

  Anlan- dungen (in 1.000 t) Fänge (in 1.000 t) Laicher- biomasse (in 1.000 t) Laicher- biomasse Zustand Fischereiliche Sterblichkeit Anmerkungen (insbesondere Managementplan) Gültigkeit
Humboldstrom (M. magellanicus) 48,0 - 158,0 ?– (small) ?– (small) Anl. 2012 vorläufig 10/2013 - 10/2014
Neuseeland Ost (M. novaezelandiae) 56,3 - 322,0 + (small) ?+ (small) 08/2015 - 08/2016
Neuseeland West (M. novaezelandiae) 90,1 - 459,0 + (small) ?+ (small) 08/2015 - 08/2016
Patagonischer Schelf (M. magellanicus) 100,8 - 500,0 ? (small) ? (small) 12/2012 - 12/2013

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES oder analog zu dessen Einteilung:

Symbol Biomasse Bewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
Häkchen innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert angemessen oder unternutzt
Kreuzchen außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert übernutzt
Fragezeichen Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten

Literaturquellen Hoki (2 Arten)

  Autor Jahr Titel Quelle
[3] CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, Appendices I, II and III cites.org
[13] Statistisches Bundesamt Statistisches Bundesamt, Ref. 522
[14] FIZ e.V. Fisch-Informationszentrum e.V. fischinfo.de
[100] Food and Agriculture Organization (FAO) 2010 FAO. © 2010. FAO FishFinder, the Species Identification and Data Programme. FAO FishFinder. In: FAO Fisheries and Aquaculture Department [online]. Rome. Updated 6 April 2010. fao.org
[229] Froese, R. and D. Pauly. Editors. 2011 FishBase. World Wide Web electronic publication.
www.fishbase.org, version (06/2011).
fishbase
[384] IUCN IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.2. Downloaded on 09 February 2012 iucnredlist.org
[389] Appeltans W, Bouchet P, Boxshall GA, Fauchald K, Gordon DP, Hoeksema BW, Poore GCB, van Soest RWM, Stöhr S, Walter TC, Costello MJ 2011 World Register of Marine Species, WoRMS marinespecies.org
[390] Integrated Taxonomic Information System (ITIS) Homepage itis.gov
[551] Eschmeyer WN (ed.) Catalog of Fishes. California Academy of Sciences (http://research.calacademy.org/research/ichthyology/catalog/fishcatmain.asp) Electronic version accessed 07 Nov. 2012. calacademy.org