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Fischbestände
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Makrele

gültig 09/2016-10/2017

Umriss der Fischart Scomber scombrus

Biologische Charakteristika

Makrele wird zu den kleinen Schwarmfischen gezählt, die in der freien Wassersäule leben (pelagisch). Die Schwärme kommen in der Regel in der Nähe der Schelfkante in 0-1000 m, gewöhnlich 200 m Tiefe vor. Diese Art unternimmt ausgedehnte Wanderungen von den Laich- zu den Nahrungsgründen. Makrelen fressen in Oberflächennähe, im Wesentlichen Zooplankton und kleinere Fische. Eier und Larven sind pelagisch, Makrele
ist ein Portionslaicher. Diese Fische sind schnelle Schwimmer, die sogar langsamen Schleppnetzen entkommen können; sie besitzen keine Schwimmblase und können daher auch schnelle Vertikalbewegungen ausführen. Makrelen bilden typischerweise weit verbreitete und wandernde Bestände, im Nordostatlantik gibt es nur einen einzigen Bestand mit drei Komponenten, die sich im Lauf des Jahres in bestimmten Gebieten vermischen. [2] [229]

Kennzahlen

  • Maxima:
    Länge: bis 60 cm, Alter: bis 17 Jahre, Masse: bis 3,4 kg [229]
  • IUCN-Status:
    nicht gefährdet (LC) [384] (Zugriff 26. Okt. 2016)
    CITES-Status:
    nicht gelistet [3]
  • Widerstandsfähigkeit (resilience):
    mittel (min. Populationsverdopplungszeit 1,4-4,4 Jahre) [229]
  • Fruchtbarkeit (fecundity):
    hoch (200.000 Eier pro Weibchen) [229]; 200.000-450.000 Eier [2]
  • Trophische Ebene:
    3,6 ± 0,2 (Standardfehler) [229]

Verbreitung

Makrelen leben auf beiden Seiten des Atlantiks in gemäßigten Breiten, in Europa von Gibraltar bis zum Nordkap, einschließlich der Nordsee und der westlichen Ostsee. Während der Überwinterung und des Laichens meiden sie Wassertemperaturen von unter 11°C. Diese Art ist auch im Mittelmeer verbreitet, im Süden mischt sie sich mit anderen Makrelenarten, wie der subtropischen – etwas kleineren und anders gezeichneten – spanischen Makrele. [2] [229]

Aussehen

Wegen ihrer torpedoartigen Körperform wird die Makrele oft als der eleganteste Konsumfisch bezeichnet. Sie ist langgestreckt und stromlinienförmig gebaut. Weitere Kennzeichen sind die stark gegabelte Schwanzflosse, die glänzend grünblaue Färbung und die Querstreifen auf dem Rücken. Die grünblaue Farbe wechselt nach dem Tod der Makrele sehr schnell in ein reines Blau bis Blauschwarz. Die Flanken schimmern perlmuttfarben, die Bauchseite ist weiß. Der gesamte Körper ist mit festen kleinen Schuppen besetzt. Wie bei allen Makrelenartigen stehen hinter der zweiten Rücken- und der Afterflosse je fünf einzelne kleine Flossen, „Flössel“ genannt. [2] [229]

Wirtschaftliche Bedeutung

Für die Fischwirtschaft sind Makrelen wegen ihrer Beliebtheit beim Verbraucher nach wie vor von wirtschaftlicher Bedeutung, wenn auch in Europa weniger als in Fernost. [2] [14]

Produktarten

frisch, ganz oder als Filet, tiefgefroren, gebeizt, geräuchert und gebraten, in Konserven und Marinaden. [14] [229]

Bestandsübersicht Makrele

Marktdaten

2015 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 25.126 t (2014: 20.067 t), Marktanteil: 2,3% (2014: 2,0%) [13] [14]

  Anlan- dungen (in 1.000 t) Fänge (in 1.000 t) Laicher- biomasse (in 1.000 t) Laicher- biomasse Zustand Fischereiliche Sterblichkeit Anmerkungen (insbesondere Managementplan) Gültigkeit
Nordostatlantik 1.198,6 - 4.957,7 + (small) – (small) 09/2016 - 09/2017

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES oder analog zu dessen Einteilung:

Symbol Biomasse Bewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
Häkchen innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert angemessen oder unternutzt
Kreuzchen außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert übernutzt
Fragezeichen Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten

Literaturquellen Makrele

  Autor Jahr Titel Quelle
[2] Muus BJ, Nielsen JG 1999 Die Meeresfische Europas Franckh-Kosmos Verlag
[3] CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, Appendices I, II and III cites.org
[13] Statistisches Bundesamt Statistisches Bundesamt, Ref. 522
[14] FIZ e.V. Fisch-Informationszentrum e.V. fischinfo.de
[229] Froese, R. and D. Pauly. Editors. 2011 FishBase. World Wide Web electronic publication.
www.fishbase.org, version (06/2011).
fishbase
[384] IUCN IUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.2. Downloaded on 09 February 2012 iucnredlist.org