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Fischbestände
Online

Hering: Frühjahrslaicher westliche Ostsee

gültig 05/2016 - 05/2017

Ökoregion:
Nordsee, Ostsee
Fanggebiet:
westliche Ostsee (22-24), Skagerrak/Kattegat (IIIa) FAO 27
Art:
Clupea harengus

1 Bestandszustand Umriss der Fischart

Wiss. Begutachtung

Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES), Kopenhagen, www.ices.dk

Methode, Frequenz

Jährliche analytische Bestandsberechnung mit Vorhersage unter Verwendung vollständiger Fangdaten und mehrerer unabhängiger wissenschaftlicher Forschungsreisen, die alle Lebensstadien abdecken. Referenzpunkte nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (Fmsy, Btrig) und nach Vorsorgeansatz (Bpa, Blim, Fpa, Flim) sind definiert. Die Vorhersage ist unter anderem durch den erlaubten Transfer von Fangquoten von Gebiet IIIa in die Nordsee unsicher. Kaum vorhersagbar sind außerdem die jeweiligen Anteile von Nord- und Ostseehering in den Fängen in IIIa, da das Wanderverhalten beider Bestände variiert. [908]

Wesentliche Punkte

2016: Der Bestand liegt nach allen Referenzwerten im grünen Bereich. Die Laicherbiomasse ist weiter gestiegen, die fischereiliche Sterblichkeit weitestgehend konstant geblieben. Die Vorsorge-Referenzwerte für die fischereiliche Sterblichkeit (Fpa und Flim) wurden 2016 definiert. [908]

Bestands­zustand Übersicht Bestandszustandssymbole

Laicherbiomasse
(Reproduktionskapazität)
Fischereiliche Sterblichkeit
+ (small)

volle Reproduktionskapazität (nach Vorsorgeansatz)

+ (small)

nachhaltig bewirtschaftet (nach Vorsorgeansatz)

? (small)

Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

? (small)

Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

+ (large)

innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert (nach höchstem Dauerertrag)

+ (large)

angemessen (nach höchstem Dauerertrag)

Grafiken zum Bestandszustand

Bestands­entwicklung

Die Zeitserie für diesen Bestand ist vergleichsweise kurz, weil erst ab Anfang der 1990er Jahre Methoden zur Trennung der beiden im Kattegat und Skagerrak gemischten Bestände (Nord- und Ostseehering) zur Verfügung stehen. In diesem Zeitraum hat die Laicherbiomasse zunächst stark abgenommen, konnte aber ab 1996 vorübergehend stabilisiert werden. Nach 2006 ist die Laicherbiomasse wegen der ab 2004 nachlassenden Nachwuchsproduktion erneut gesunken und hat 2011 den niedrigsten Wert der Zeitserie erreicht. Seitdem ist ein stetiger Anstieg zu verzeichnen und die Laicherbiomasse liegt seit 2013 wieder über dem Referenzwert nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY-Btrigger). Die Abnahme der Laicherbiomasse durch die nachlassende Nachwuchsproduktion ab 2004 ist eine natürliche Schwankung, auf die das Management allerdings nicht schnell genug reagiert hat. Die fischereiliche Sterblichkeit lag mit 0,3 bis 0,6 für einen Schwarmfischbestand lange Zeit sehr hoch, konnte aber in den letzten Jahren reduziert werden und liegt seit 2011 unter dem MSY-Referenzwert. Der Bestand scheint sich weiterhin in einer Periode mit schwacher Nachwuchsproduktion zu befinden. [823] [908]

Ausblick

Nach der aktuellen Berechnung ist der Bestand weiter angestiegen und die fischereiliche Sterblichkeit konstant geblieben. Bei diesem Fischereidruck wird der Bestand nun wahrscheinlich selbst bei anhaltend schwacher Nachwuchsproduktion im grünen Bereich bleiben und bei Bewirtschaftung nach dem Konzept des maximalen nachhaltigen Dauerertrages (MSY) weiter anwachsen. Die Fangmöglichkeiten können dann zumindest mittelfristig weiter steigen. [908]

Umwelt­einflüsse auf den Bestand

Ab 2004 produzierte dieser Bestand immer schwächer werdende Nachwuchsjahrgänge, seit 2009 ist die Nachwuchsproduktion auf niedrigem Niveau stabil. Wahrscheinlich ist die Sterblichkeit von Eiern und Larven erhöht. Die Ursachen hierfür sind noch nicht bekannt, es deutet aber alles auf natürliche Ursachen hin. [908]

2 Fischereimanagement

Wer und Wie

Die Bewirtschaftung dieses Bestandes erfolgt gemeinsam durch die Europäische Union und (im Norden) Norwegen durch Höchstfangmengen (TACs), jeweils getrennt für die drei Managementgebiete westliche Ostsee (22-24), Skagerrak/Kattegat (IIIa) und Nordsee (IV). Die TACs (getrennt festgesetzt für den menschlichen Konsum und für die Industriefischerei) werden für alle vier im Verbreitungsgebiet operierenden Flotten mit Fängen aus diesem Bestand festgelegt. Drei Flotten fischen für den menschlichen Konsum (Flotte F in 22-24, Flotte C in IIIa, Flotte A in IV), eine für industrielle Zwecke (für die Fischmehl- und Fischölproduktion, Flotte D in IIIa). Bis zu 50% des TACs von Flotte C dürfen in der Nordsee gefangen werden. Für das Skagerrak/Kattegat (IIIa) und die westliche Ostsee (22-24) haben sich die EU und Norwegen im April 2014 auf ein Verfahren zur Festsetzung des TACs geeinigt. Das Verfahren wurde vom ICES als nachhaltig bewertet, unter der Bedingung, dass mindestens 10% des IIIa-TACs in der Nordsee gefischt werden. Gemischte Fänge von Hering und Sprott dürfen in der EU nur in Häfen angelandet werden, in denen ein Stichprobenkontrollprogramm zur Überwachung der angelandeten Arten durchgeführt wird. Seit 2010 war auch in der Ostsee das „Highgrading“ (Verwerfen legal anlandbarer Fische, um den Fangertrag zu optimieren) verboten. Seit Januar 2015 gilt ein generelles Rückwurfverbot für Heringe in EU-Gewässern. Weitere Managementinstrumente sind in der EU Verordnungen zu Maschenweiten, sowie nationale Regelungen (z.B. Gebietsschließungen). Ein neuer Managementplan für alle pelagischen Bestände der Ostsee und Dorsch wird voraussichtlich noch 2016 in Kraft treten. [206] [631] [750] [906] [907] [908]

Differenz zwischen Wissen­schaft und Management

Viele Jahre entsprachen die festgesetzten Höchstfangmengen der wissenschaftlichen Empfehlung, 2006–2011 sind die Fangmengen jedoch erheblich höher festgesetzt worden als empfohlen, genau zu der Zeit, in der schnell auf die sinkende Nachwuchsproduktion reagiert werden sollte. 2012 bis 2014 stimmte die erlaubte Fangmenge (TAC) für die ICES-Gebiete 22-24 wieder mit den wissenschaftlichen Empfehlungen überein. In Gebiet IIIa wurde aber weiterhin ein zu hoher TAC festgesetzt, der aber bis zur Hälfte in der Nordsee genutzt werden durfte, so dass die tatsächlichen Fänge unter der empfohlenen Menge lagen. Für 2016 stimmen beide TACs mit der Empfehlung überein. Der TAC im südlichen Managementgebiet (22-24) wurde in den letzten 5 Jahren meist ausgefischt. [908]

Karten

Verbreitungsgebiet
Karten des Verbreitungs- und der Managementgebiete
Managementgebiet
Karten des Verbreitungs- und der Managementgebiete

Der Bestand ist in drei verschiedenen Managementgebieten verbreitet: der westlichen Ostsee (22-24), dem Skagerrak/Kattegat (IIIa) und der Nordsee (IV). Für alle drei Gebiete gelten separate Höchstfangmengen (TACs). In den beiden letzten Gebieten werden Frühjahrslaicher der westlichen Ostsee gemischt mit Nordsee-Herbstlaichern gefangen. Menge und Anteil variieren und können nicht genau vorhergesagt werden. [908]

Anlandungen und TACs (in 1.000 t)

Gesamtfang 2015: 37,5 (nur Frühjahrslaicher, alle Managementgebiete); hauptsächlich aktive Geräte (pelagische Schleppnetze und Ringwaden) und passive Geräte (hauptsächlich Kiemennetze)
TACs (22-24/IIIa) 2008: 45,0/51,7  2009: 27,2/37,7  2010: 22,7/33,9  
2011: 15,9/30,0  2012: 20,9/45,0  2013: 25,8/55,0  
2014: 19,8/46,8  2015: 22,2/43,6  2016: 26,3/51,1 
[906] [907] [908]

IUU-Fischerei

Über viele Jahre wurden eigentlich in der Nordsee getätigte Heringsfänge in das Skagerrak fehlberichtet. Durch eine Änderung der Regularien scheint diese Praxis seit 2009 unterbunden worden zu sein, was insgesamt zu höheren Fängen aus diesem Bestand führte. Seit 2011 wurde die Quotennutzung außerdem flexibilisiert, so dass nun kaum mehr Anreize für eine Fehlberichtung bestehen. Es gibt daher auch keine Hinweise mehr auf nennenswerte Mengen illegaler oder unberichteter Fänge aus diesem Bestand. [908]

3 Fischerei und ökologische Effekte

Struktur und Fangmethode

Alle Ostsee-Anrainerstaaten unterhalten gerichtete Fischereien auf Hering der westlichen Ostsee, vor allem durch mittlere und kleine Schleppnetzkutter und kleinste Fahrzeuge mit Stellnetzen. In den Gebieten 22 und 24 verfügt Deutschland über die höchste Quote, im Skagerrak und Kattegat fischen vor allem Dänemark und Schweden. Die Heringe werden überwiegend für den menschlichen Konsum gefangen (Flotte F in 22-24; Flotte C in IIIa, Flotte A in IV), aber auch als Beifang in der Industriefischerei im Norden angelandet (Flotte D in IIIa). [906] [907] [908]

Beifänge und Rückwürfe

Rückwürfe scheinen in keiner der Herings-Fischereien auf diesen Bestand ein Problem zu sein, die Stellnetzfischereien sind hochselektiv. Es gibt keine Mindestanlandelänge und alle Größenklassen sind ungefähr gleich wertvoll. Es gibt daher auch keine Anreize zum „Highgrading“ (Verwerfen legal anlandbarer Fische, um den Fangertrag zu optimieren). In Abhängigkeit von Jahreszeit und Fangplatz kann es in der Schleppnetzfischerei zu Beifängen von Sprotten kommen, gemischte Fänge dürfen aber nur unter bestimmten Bedingungen angelandet werden. Der Beifang von Hering in der Sprottfischerei wird berücksichtigt. Bis Ende 2014 war durch das Verbot des „Highgradings“ für quotierte Arten ohne Mindestanlandelänge (z.B. Hering und Sprotte) der Rückwurf in EU-Gewässern faktisch verboten, sofern das Fahrzeug über Heringsquote verfügte. Seit dem 1. Januar 2015 ist der Rückwurf von Hering in der Ostsee generell verboten. Die pelagische Fischerei auf Hering hat sehr geringe unerwünschte Beifänge anderer Arten. [206] [631] [750] [908]

Einflüsse der Fischerei auf die Umwelt

Pelagische Schleppnetz- und Stellnetzfischereien beeinflussen der Meeresboden kaum (weil sie ihn in der Regel nicht berühren). Potentiell problematisch können Beifänge von Seevögeln und Meeressäugern in Stellnetzen sein. Die Heringsstellnetze mit geringen Maschenweiten sind für Meeressäuger gut zu detektieren. Die pelagische Fischerei auf Hering ist in Bezug auf Beifang, Beeinflussung des Meeresbodens und Rückwürfe eine der saubersten Fischereien überhaupt. Hering ist gemeinsam mit Sprotte eine Hauptnahrungsquelle u.a. für Dorsch. Die Heringsfischerei kann daher indirekt den Dorschbestand beeinflussen, in der westlichen Ostsee allerdings in geringerem Umfang als in der östlichen. [30] [97] [208] [908]

4 Zusätzliche Informationen

Biologische Besonder­heiten

Anders als die meisten anderen Heringsbestände im Nordost-Atlantik laicht dieser auf Großalgen und Seegräsern (Makrophyten) im Küstenbereich. Mit Abstand wichtigstes Laichgebiet dieses Bestandes ist der Greifswalder Bodden (zwischen Rügen und dem vorpommerschen Festland). Diese Konzentration ermöglicht es, mit Hilfe eines Larvensurveys schon sehr früh Kenntnisse über die Stärke von Nachwuchsjahrgängen zu erlangen, die erst in 2-3 Jahren von der Fischerei erfasst werden. Außerdem ist der erwachsene Hering auf den Laichplätzen für die Fischerei gut zugänglich.
Nach dem Ablaichen im März bis Mai wandern erwachsene Heringe dieses Bestandes in das Kattegat und Skagerrak und bis in die östliche Nordsee auf die Nahrungsgründe. Hier vermischen sie sich mit dem herbstlaichenden Hering der Nordsee und werden mit diesem auch gemeinsam gefangen, was die Bestandsberechnung erheblich erschwert. [88] [823] [908]

Zusätzliche Informationen

Der Hering der westlichen Ostsee ist eher schlank und kleinwüchsig und eignet sich daher besonders für die Marinadenproduktion. Für die Herstellung von Rollmops und Kronsild gibt es kaum alternativen Rohwaren-Quellen, daher sind die Anlandepreise bei deutlich sinkenden Fangmengen in den letzten Jahren stark gestiegen und haben die Verluste durch die Reduzierung der Fangmenge zu einem großen Teil ausgleichen können. 2014 sanken die Anlandeerlöse wieder, vor allem weil keine Fischerei auf diesen Bestand MSC-zertifiziert und die Ware damit auf dem westeuropäischen Markt schwerer absetzbar war. Ein kleinerer Teil der internationalen Fischerei (die deutsche Schleppnetzfischerei in 22-24) ist seit Beginn der Saison 2015 MSC-zertifiziert, der Anlandeerlös für diese Fischerei ist unmittelbar gestiegen. [4] [14]

Zertifizierte Fischereien

Eine deutsche Fischerei auf Hering der westlichen Ostsee ist seit April 2015 nach den Standards des Marine Stewardship Councils zertifiziert. Eine weitere (dänisch/schwedische Schleppnetz-) Fischerei ist im Zertifizierungsverfahren, eine dritte (deutsche stille Fischerei) hat nach Abschluss des Vorverfahrens angekündigt, sich nun auch in das Hauptverfahren zu begeben. [4] Eine sehr kleine deutsche Stellnetz-Fischerei ist nach dem weniger anspruchsvollen Naturland-Wildfischstandard zertifiziert. Siehe
http://www.msc.org/track-a-fishery/fisheries-in-the-program/certified/north-east-atlantic/western-baltic-spring-spawning-herring/western-baltic-spring-spawning-herring
http://www.msc.org/track-a-fishery/fisheries-in-the-program/in-assessment/north-east-atlantic/sppo-dppo-and-dfpo-western-baltic-spring-spawning-herring
http://www.naturland.de/de/naturland/was-wir-tun/fisch/nachhaltiger-fischfang/fischereiprojekt-hering-an-der-ostsee.html
Eine Heringsfischerei, die vor allem in der Nordsee operiert, trägt das MSC-Siegel auch für Beifänge des Herings der westlichen Ostsee im Skagerrak und Kattegat
http://www.msc.org/track-a-fishery/fisheries-in-the-program/certified/north-east-atlantic/norway-north-sea-and-skagerrak-herring/

Soziale Aspekte

Die Heringsfischerei in der Ostsee wird mit Fahrzeugen verschiedener Größe durchgeführt. In der westlichen Ostsee spielen kleine und kleinste Fahrzeugen eine wichtige Rolle. Diese Fischereibetriebe haben erhebliche Bedeutung für die strukturschwachen Gebiete an den Küsten der Anrainerstaaten. An der Fischerei auf diesen Bestand ist auch die Deutsche Flotte maßgeblich beteiligt. Die Fahrzeuge fahren unter EU- oder norwegischer Flagge, die Arbeitsbedingungen an Bord und die Entlohnung erfolgen daher nach deren Regeln. [13] [908]

Bestandsübersicht Hering

Marktdaten

2015 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 160.548 t (2014: 149.734 t), Marktanteil: 15,9% (2014: 14,7%) [13] [14]

  Anlan- dungen (in 1.000 t) Fänge (in 1.000 t) Laicher- biomasse (in 1.000 t) Laicher- biomasse Zustand Fischereiliche Sterblichkeit Anmerkungen (insbesondere Managementplan) Gültigkeit
FAO21 Bonavista-Trinity Bay (3L) 2,1 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2010 05/2012 - 01/2014
FAO21 Fortune Bay (3P) 2,6 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2010 05/2012 - 01/2014
FAO21 Gulf St. Lawrence S. Frühjahrsl. (4T) 1,4 - 18,3 ?– (small) ?+ (small) 05/2012 - 04/2014
FAO21 Gulf St. Lawrence S. Herbstl. (4T) 38,4 - 183,8 ?+ (small) ?+ (small) 05/2012 - 04/2014
FAO21 Gulf of Maine/Georges Bank (5YZ) 85,0 85,0 517,9 + (small) + (small) 06/2012 - 06/2015
FAO21 Neufundland W. (4R) - 20,5 ? ? (small) ? (small) Frühjahrs- und Herbstlaicher 05/2012 - 02/2014
FAO21 Nova Scotia/Bay of Fundy (4VWX) 52,0 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2012 mehrere Laichkomponenten 04/2013 - 05/2014
FAO21 Quebec (4S) 0,4 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2010 05/2012 - 01/2015
FAO21 St. Mary-Placentia Bay (3LP) 1,0 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2010 05/2012 - 01/2014
FAO21 White-Notre Dame Bay (3K) 0,5 - ? ? (small) ? (small) Anl. 2010 05/2012 - 01/2014
FAO27 Irische See (VIIa) 4,9 4,9 13,2 + (small) + (small) 06/2016 - 06/2017
FAO27 Isländischer Sommerlaicher (Va) 69,7 69,7 318,0 + (small) + (small) 06/2016 - 06/2017
FAO27 Keltische See (VIIa, VIIghjk) 17,6 17,8 84,9 + (small) + (small) 06/2016 - 06/2017
FAO27 Nordsee Herbstlaicher (IIIa, IV, VIId) 494,1 494,1 2.008,2 + (small) + (small) Managementplan ab 1997/2009/2014 05/2016 - 05/2017
FAO27 Norwegischer Frühjahrslaicher (I, II) 328,7 - 5.023,0 + (small) + (small) Managementplan ab 1999 09/2016 - 09/2017
FAO27 Rigaer Meerbusen (28.1) 32,9 32,9 78,2 + (small) – (small) nur Lat. & Est Fischerei 05/2016 - 05/2017
FAO27 Westlich Irl. & Schottl. (VIa, VIIbc) 19,9 19,9 214,2 – (small) + (small) vormals 2 Bestände 06/2016 - 06/2017
FAO27 Zentrale Ostsee (25-29, 32) 174,4 174,4 1.056,6 + (small) + (small) 05/2016 - 05/2017
FAO27 nördl. Bottn. Meerbusen (31) 4,5 4,5 ? ? (small) ? (small) 05/2016 - 05/2017
FAO27 südl. Bottn. Meerbusen (30) 110,4 110,4 951,5 + (small) + (small) 05/2016 - 05/2017
FAO27 westliche Ostsee (22-24, IIIa) 37,5 37,5 143,0 + (small) + (small) 05/2016 - 05/2017

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES oder analog zu dessen Einteilung:

Symbol Biomasse Bewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
Häkchen innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert angemessen oder unternutzt
Kreuzchen außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert übernutzt
Fragezeichen Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten

Literaturquellen Hering: Frühjahrslaicher westliche Ostsee

  Autor Jahr Titel Quelle
[4] Marine Stewardship Council (MSC) Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei msc.org
[13] Statistisches Bundesamt Statistisches Bundesamt, Ref. 522
[14] FIZ e.V. Fisch-Informationszentrum e.V. fischinfo.de
[30] Food and Agriculture Organization (FAO) FAO. © 2003-2010. Fisheries Topics: Technology. Fish capture technology. In: FAO Fisheries and Aquaculture Department [online]. Rome. Updated 2006 15 09.[Cited 10 June 2010] fao.org
[88] Aneer G 1989 Herring (Clupea harengus L.) spawning and spawning ground characteristics in the Baltic Sea Fisheries Research 8:169-195
[97] Zydelis R, Bellebaum J, Österblom H, Vetemaa M, Schirmeister B, Stipniece A, Dagys M, van Eerden M, Garthe S 2009 Bycatch in gillnet fisheries – An overlooked threat to waterbird populations Biological Conservation 142:1269–1281
[206] Europäische Union (EG) 2005 Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen in der Ostsee, den Belten und dem Öresund, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 88/98 europa.eu
[208] Bellebaum, J 2011 Untersuchung und Bewertung des Beifangs von Seevögeln durch die passive Meeresfischerei in der Ostsee. BfN-Skripten 295 Bundesamt für Naturschutz, ISBN 978-3-89624-030-9, www.bfn.de
[631] Europäische Union (EU) 2013 Verordnung (EU) Nr. 227/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. März 2013 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 850/98 des Rates zur Erhaltung der Fischereiressourcen durch technische Maßnahmen zum Schutz von jungen Meerestieren und der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 des Rates über die zulässige Anlandung von Hering zu industriellen Zwecken ohne Bestimmung für den unmittelbaren menschlichen Verzehr europa.eu
[750] Europäische Union (EU) 2013 Verordnung (EU) Nr. 1380/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über die Gemeinsame Fischereipolitik und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1954/2003 und (EG) Nr. 1224/2009 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 2371/2002 und (EG) Nr. 639/2004 des Rates und des Beschlusses 2004/585/EG des Rates europa.eu
[823] ICES 2015 Report of the Herring Assessment Working Group for the Area South of 62ºN (HAWG), 10-19 March 2015, ICES HQ, Copenhagen, Denmark. ICES CM 2015/ACOM:06. 763 pp. ices.dk
[906] Europäische Union (EU) 2015 VERORDNUNG (EU) 2015/2072 DES RATES vom 17. November 2015 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee für 2016 und zur Änderung der Verordnungen (EU) Nr. 1221/2014 und (EU) 2015/104 europa.eu
[907] Europäische Union (EU) 2016 VERORDNUNG (EU) 2016/72 DES RATES vom 22. Januar 2016 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für 2016 für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in den Unionsgewässern sowie für Fischereifahrzeuge der Union in bestimmten Nicht-Unionsgewässern und zur Änderung der Verordnung (EU) 2015/104 europa.eu
[908] ICES 2016 Report of the Advisory Committee, 2016. Baltic Sea and Greater North Sea Ecoregions. 6.3.17 Herring (Clupea harengus) in subdivisions 20–24, spring spawners (Skagerrak, Kattegat, and western Baltic) ices.dk